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Pimp your Computer
 


Archiv: Juni, 2009

Was?
Ja, das fragte ich mich im ersten Augenblick auch.
Ein Radio, kaufbar, wie man es kennt, aber Internetsender abspielt, und auf WLAN-basiert, logisch, weil es ja Internetzugriff braucht für Internetsender.

Das klassische Radio aus einer Zeit ohne Internet © k.tommy / flickr

Schon eine bessere Vorstellung? Noch nicht so richtig, gelle? Das mit dem Radio klingelt schon so halb, aber wir sind noch viel zu sehr auf den Rechner fixiert.
Nein, kein Rechner. Kein Computer. Nix. Ein kleines, schmuckes, schwarzes Holzradio in einem sexy Design, aber es ist kein Funkradio für die üblichen Radiosender, sondern greift via WLAN und Router, Hub auf die Internetsender zu. Zehntausende davon.

Das impliziert eine Menge Software und integrierte Netzwerkkarten. Richtig. Alles schon drin. Quasi ein Radio-Computer-Bastardhybrid. Recht geniale Idee, wenn auch nicht mehr die Neueste.

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Geschafft! Jetzt kennt ihr auch die letzte, kleine Falle vor dem Einkauf. Trotz allem hin und her kann man sich das meiste davon allerdings Sparen. Solange ihr euch nicht beim IOPS bescheissen lasst, könnt ihr eigentlich eh kaum was falsch machen.

SSD/HDD-Hybrid-System im Laptop © nDevilTV / flickr

Ob all diese Details allerdings wichtig sind, muss jeder für sich selbst entscheiden. Vergleicht Benchmarks. Auch Alltagsbenchmarks, die die IOPS berücksichtigen. Eine solide, sehr schnelle SLC-SSD kostet teilweise das dreifache einer MLC-Platte und ist im Alltag gerade mal ein paar Prozent schneller als die tollen Zahlen auf der Verpackung weiss machen wollen. Dabei hat die MLC-Platte in den meisten Fällen für den Privatnutzer lediglich mathematisch eine kürzere Lebensdauer.

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Alle Klarheiten beseitigt? Sehr gut! Dann können wir uns jetzt endlich den interessanteren Fakten widmen! Die Technik kennt ihr ja jetzt (oder habt sie, wenn ihr clever wart, direkt übersprungen), kommen wir also zu dem, was wirklich zählt.

Festplatte © wonderferret / flickr

Was soll man als kleiner Computernerd denn nun kaufen, wenn man keinen Diplom-Fachinformatiker machen will um bei dem ganzen Chaos Durchblick zu gewinnen, auf daß man selbst entscheide, welche SSD am besten ist? Natürlich superschnell und ganz billig. Wie immer.

Denkt dran, nur weil eine SSD bei einem Benchmark super abschneidet, muss sie diese Leistung nicht im Alltag bringen.

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Wenn ihr gar nicht wissen wollt was Write Combining wirklich macht, könnt ihr den Beitrag hier überspringen. Er dreht sich fast ausschließlich darum.

Lese-/Schreibkopf © AMagill / flickr

Beim Namen genannt schimpft sich das LBA. Logical Block Addressing. Schreibt ihr also diverse Daten und werden die dann durch das Wear Leveling quer über die gesamte SSD verteilt, kommt Captain Write Combining zur Hilfe und sortiert diese Daten in der richtigen Reihenfolge in der, zu deutsch, Blockadressierungs-Tabelle. Somit sind die Daten leicht und sofort zu finden, anstatt erst die ganze Festplatte nach ihnen absuchen zu müssen. Und durch die Sortierung muss nicht die komplette Tabelle abgegrast werden. Sie sind in einer logischen Reihenfolge sortiert. „Logisch“ hierbei ist, was höchstwahrscheinlich der nächste, „sequentielle Transfervorgang“ ist.

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Daß Daten physisch gar nicht wirklich gelöscht werden, ist für SSDs im Vergleich zu HDDs ein Problem, weil sich Flashzellen im Gegensatz zu Magnetscheiben abnutzen. Ein Problem zumindest im Serverbetrieb und älteren Modellen mit geringerer Lebensdauer.

Magnetscheibe-Festplatte © rudolf_schuba / flickr

Abhilfe schafft hier TRIM. Ein recht neu eingeführter Befehl speziell für SSDs. Dieser Befehl bringt den Controller dazu, nicht benötigten Speicherplatz auch tatsächlich zu leeren. Dadurch spart man der SSD das unnötige umherkopieren unbenötigter Datenreste und kann ohne zeitliche Verzögerung bei voller Schreibleistung arbeiten.
Das TRIM-Kommando dürfte in absehbarer Zeit mit Windows 7 und diversen Linux-Distributionen Verwendung finden. Rosige Zeiten für die sich mühenden Controller.

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Im letzten Artikel ging ich darauf ein, daß auch SSDs, vor allem MLC-basierende, ebenso wie reguläre Festplatten an Perfomance verlieren, wenn sie voll werden. Teilweise bis um 30%. Obendrein ist das löschen auf SDDs auch ein ganz anderes Erlebnis als auf HDDs. Was an ihrer Bauart und dem damit zusammenhängenden, besonderen Bedürfnissen liegt.

Raid-Server © Random Activity / flickr

Selbstverständlich gibt es auch hier technische Kniffe und Tricks, die Schwäche ein wenig auszubalanzieren. Mit bis zu zehn parallelen Kanälen kommt auch die Schreibleistung auf Touren. Leider sind dadurch Festplatten im RAID0 immer nur so schnell wie ihr langsamster Vertreter. Irgendwo ist halt doch immer ein Haken.
Zum Glück greift der hier nur, wenn ihr keinen Computer wollt, sondern einen Dreadnought.

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Fast geschafft! Nur noch die Datengarantie. Und der Unterschied zwischen theoretischen und faktischen Unterschieden. Unterschiede im Unterschied selbst, das macht die Sache nicht wirklich klarer, ne? Keine Angst, wir gehen auch auf klare Fakten ein, wie beispielsweise der Input/Output-Perfomance.

Mini-Festplatte © Hamed Saber / flickr

In Sachen Datengarantie hält die HDD mindestens fünf Jahre mit. Eher mehr. MLCs drei. Ohne „mindestens“. Und SLCs zehn. S.M.A.R.T. und AHCI bieten beide SDD-Bauarten. Beide allerdings mit Einschränkungen.

Alles in allem sind die Unterschiede also teilweise ziemlich groß. Auch wenn es für die Normalanwender am Computer oft nicht ins Gewicht fällt.

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Wenn ihr denkt, das war’s schon, irrt ihr gewaltig. In den nächsten Beiträgen erfahrt ihr noch bedeutend mehr über die grundlegensten Unterschiede der beiden Festplattenarten, und zwar so genau, wie ihr es eigentlich nie wissen wolltet. Kapazität, Hitzeentwicklung, Haltbarkeit …

PCI-E SSD © nDevilTV / flickr

Die größten Unterschiede von SSDs zu HDDs liegen, neben der Geschwindigkeit und Bauart, natürlich bei der Kapazität.
Aktuelle, handelsübliche Festplatten kommen von 1,5 TB bis zu zwei Terrabyte. SSDs erhält man üblicherweise bis rund 32 Gigabyte. Auch, wenn sie technisch bis 1024 (die Zahl sollte euch bekannt vorkommen) Gigabyte realisierbar wären. Realisierbar. Nicht bezahlbar. Nicht für den Endverbraucher. Stattdessen rennen selbst externe HDDs mit 500 GB herum.

Die Kapazität ist allerdings auch schon das einzige, worin MLC- und SLC-SDDs gleich sind.
Der Preis pro Gigabyte ist bei MLCs bedeutend niedriger. Zu Kosten von…? Genau. Geschwindigkeit, Stabilität und Haltbarkeit.

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Bei allen Unterschieden gibt es allerdings auch bedeutende Paralellen zwischen Hard Drive und Solid State. Wie sich eine volle Platte auf die Perfomance auswirkt, was dagegen getan wird und ihr tun könnt oder lassen solltet wo sich die beiden Festplatten sonst noch ähneln enthüllen wir ihnen in dieser Brandneuen Folge von: S.D.D. Miami!

128GB-SDD © nDevilTV / flickr

Egal welches Wear Levelling, alle SSDs büßen im Laufe ihrer Betriebsdauer an Geschwindigkeit ein. Kein Wunder, so wie die Daten kreuz und quer liegen.

Durch diese physische Fragmentierung entfällt aber auch der Bedarf einer Defragmentierung. Die kann nämlich zum einen eh nichts mehr retten, zum anderen schichtet der Controller die Daten nur gemäß seines internen Algorithmus um. Defragmentierungssoftware hat da nichts zu melden.

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Wear Levelling ist einer der besten Freunde der SSDs. Während man hier zwar auch zwischen Static und Dynamic Wear Levelling unterscheiden kann, sind die unterschiede nicht so massiv wie zwischen der auf MLC- und SLC-basierenden Bauart. Und was macht Wear Levelling?

SSD-Speicher © nDevilTV / flickr

Halbwegs moderne SSDs haben eine Haltbarkeit von rund 140 Jahren oder 50GB/Tag. Was bringt allerdings eine SSD, deren vorderen Zellen innerhalb verhältnismässig kürzester Zeit den Bach runtergehen, weil die und ausschliesslich die beschrieben wurden?
Das Wear Levelling, daß immer sämliche Zellen gleichmäßig beschrieben werden. Das hebt die durchschnittliche Lebenserwartung bedeutend und sorgt auch noch für einen kleinen Geschwindigkeitsbonus.

Gäbe es nur ein Wear Levelling, wäre die Welt schön und unkompliziert. Natürlich ist sowas in der IT-Branche nicht gern gesehen, deswegen gibt es auch hier verschiedene Algorithmen für die Festplatten von heute.

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