Spottet nur, lachet, ihr niederes Volk, möge der Plebs sich über die Elite ergießen. Wer nicht regelmäßig ein Datenbackup erstellt und dann der Festplatte beim abrauchen zusehen darf, muss für vieles sorgen, ganz sicher jedoch nicht mehr für den Spott.
In diesem Sinne: eine Runde darf gelacht werden, danach will ich meine Dose Mitleid. Und
weil ihr euch nicht wehren könn (außer wegzuklicken, untersteht euch!), weine ich euch jetzt voll.
…nein, nicht wirklich. Nur ein bisschen. In meinen fünf Tagen der multimedialen Isolation kam mir allerdings mit in den Sinn, daß ein schmorendes Motherboard vor allem bei den frühen Versuchen des do-it-yourself-Moddings sicher nichts ist, das zu selten eintrifft.
Insofern ist es durchaus nicht ganz ungerechtfertigt, Datensicherung ein bisschen mit der Moddingszene zu verknüpfen.
Was ist also passiert, bei mir? Das Netzteil scheint sich offenbar verabschiedet zu haben, was wiederum dem System offenbar nicht gut bekam. Eine Platte ist scheinbar komplett hinüber, die andere wird nur zu einem Bruchteil ihrer eigentlichen Kapazität erkannt.
Der Rest der Innereien: schön knusprig.
Netzteile, obwohl der mit Abstand robusteste Teil eines Systems, ist gleichzeitig auch sein gefährlichster Gegner. Einem schlummernden Vulkan gleich lauert die Verderbnis unter der verkrusteten Oberfläche, bestehend aus fingerdicken Staubknäueln innen und aussen.
Dabei reicht es auch schon, nur eine Platine schief in den Slot geschoben zu haben, und eine Spannungsfluktuation verschiebt ein paar Sektoren auf der empfindlichen Magnetscheibe der HDD. Schon darf man sich die Pornos neu runterladen. Aber wenns nur die hauseigene Pr0nsammlung getroffen hat, ist’s ja noch gut gegangen…
In einem Anfall geistiger Umnachtung die Abstandshalter an der Rückseite des Case vergessen und das Motherboard verabschiedet sich? Die Sache mit der Wasserkühlung doch keine so gute Idee gewesen? Wie jetzt, der neue Ultr0rlüfter hat die 300% Overclocking nicht kompensiert? Na, ihr habt doch sicher ein Backup eurer Daten…gell?