Rolex am Handgelenk, Italiener an den Füßen, der Stoff der Hose gewebt von den zarten, liebevollen Händchen asiatischer Mädchen und das Geld im Weltmarkt, die Finanzkrise ausnutzend. Was braucht der moderne Erfolgsmensch von heute, um ihn zu komplettieren? Genau! Ein Stück Retro-Natur!
Diese Marktlücke hat sich Asus jetzt erobert. Mit ihrem Bambus-Notebook ziehen
sie ein in die modernen Designerwohnungen reicher Protzbacken von heute! Und natürlich ist alles ganz im Zeichen des Grün gehalten.
GRÜNES Motherboard!
GRÜNER Akku!
GRÜNE Materialien!
GRÜNES Display!
Grün ist zum Glück nicht nur die Marketingstrategie, sondern auch die Hoffnung. Es gibt also Anlass zum Glauben, daß die ganze Sache auch den Realitätstest aushält, sobald sie in die Regale kommt.
Und das soll ab November ‘rum sein, Ziel Weihnachtsmarkt, für schlappe 2.000 Teuronen.
Und was läßt sich aus der Pressemitteilung jetzt genau entnehmen? Beim EEE war man ja bedeutend mitteilungsfreudiger.
Zunächst wär da mal der PR-Gag des verarbeiteten Materials “Bambus”. Deckel, Touchpad und Co sind mit, Zitat, “naturechtem, laminiertem Bambus verarbeitet”, was dem Nutzer “die Natur fühlen lassen soll”.
Notebooks aus Latexbambus für Stadtmenschen die glauben, Milch wachse im
Supermarkt. Eine dreitägigeTrekkingtour durchs Hinterland würde wahrscheinlich mehr bringen, aber fahren wir fort:
Das Display ist mit 12 Zoll recht überschaubar gehalten und wirbt mit akkuschonenden LEDs als Hintergrundbeleuchtung.
Natürlich sind Motherboard und Prozessor auch ganz dolle umweltfreundlich, selbstverständlich bei dennoch “ausreichender Leistung”.
Fehlt noch was? Ach ja, die HyperSuperUltra “Super Hybrid Engine” soll durch Stromsparfunktionen Akku und, ferner, die Umwelt schonen.
Hmja. Netter PR Gag.