Mod-News

Pimp your Computer
 


Die SSDs im Detail – unsere Festplatten von Morgen (8)

Autor: Thomas
abgelegt in: Computer

Daß Daten physisch gar nicht wirklich gelöscht werden, ist für SSDs im Vergleich zu HDDs ein Problem, weil sich Flashzellen im Gegensatz zu Magnetscheiben abnutzen. Ein Problem zumindest im Serverbetrieb und älteren Modellen mit geringerer Lebensdauer.

Magnetscheibe-Festplatte © rudolf_schuba / flickr

Abhilfe schafft hier TRIM. Ein recht neu eingeführter Befehl speziell für SSDs. Dieser Befehl bringt den Controller dazu, nicht benötigten Speicherplatz auch tatsächlich zu leeren. Dadurch spart man der SSD das unnötige umherkopieren unbenötigter Datenreste und kann ohne zeitliche Verzögerung bei voller Schreibleistung arbeiten.
Das TRIM-Kommando dürfte in absehbarer Zeit mit Windows 7 und diversen Linux-Distributionen Verwendung finden. Rosige Zeiten für die sich mühenden Controller.

Teil 1/11 Teil 2/11 Teil 3/11
Teil 4/11 Teil 5/11 Teil 6/11
Teil 7/11 Teil 8/11 Teil 9/11
Teil 10/11 Teil 11/11

Für gewöhnlich werden innerhalb der SSD nur größere Datenblöcke verschoben. Den Speicherplatz dafür macht das Wear Levelling frei, und die Daten anschließend geschrieben. Die Meßlatte dafür nennt sich IOPS (Input/Output Operations per Second). IOPS gibt an, wieviele Ein- und Ausgabebefehle eine SSD pro Sekunde abarbeiten kann. Je mehr Befehle gleichzeitig, desto schneller ist sie fertig. Die Geschwindigkeit einer SSD hängt direkt davon ab.

NEC D5662 Festplatte © teclasorg / flickr

Was nun noch fehlt, ist ein letzter Algorithmus. Dieser nennt sich Write Combining und macht eigentlich dasselbe wie Wear Leveling. Statt die Daten physisch auf der Platte sortiert nach ungenutzten Flash-Zellen zu fragmentierten, defragmentiert er quasi das Adressbuch, wo die Standorte der Daten abgespeichert sind.


verwandte Beiträge

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Loading ... Loading ...

Kommentar schreiben