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Die SSDs im Detail – unsere Festplatten von Morgen (9)

Autor: Thomas
abgelegt in: Computer

Wenn ihr gar nicht wissen wollt was Write Combining wirklich macht, könnt ihr den Beitrag hier überspringen. Er dreht sich fast ausschließlich darum.

Lese-/Schreibkopf © AMagill / flickr

Beim Namen genannt schimpft sich das LBA. Logical Block Addressing. Schreibt ihr also diverse Daten und werden die dann durch das Wear Leveling quer über die gesamte SSD verteilt, kommt Captain Write Combining zur Hilfe und sortiert diese Daten in der richtigen Reihenfolge in der, zu deutsch, Blockadressierungs-Tabelle. Somit sind die Daten leicht und sofort zu finden, anstatt erst die ganze Festplatte nach ihnen absuchen zu müssen. Und durch die Sortierung muss nicht die komplette Tabelle abgegrast werden. Sie sind in einer logischen Reihenfolge sortiert. „Logisch“ hierbei ist, was höchstwahrscheinlich der nächste, „sequentielle Transfervorgang“ ist.

Teil 1/11 Teil 2/11 Teil 3/11
Teil 4/11 Teil 5/11 Teil 6/11
Teil 7/11 Teil 8/11 Teil 9/11
Teil 10/11 Teil 11/11  

Zu deutsch: was wohl sofort als nächstes abgerufen wird. Sowas gibt es schon heute. Defragmentierungsprogramme defragmentieren fragmentierte Daten auf handelsüblichen HDDs nach der Häufigkeit ihrer Zugriffe und dergleichen. Dasselbe macht das Write Combining, nur nicht direkt mit den Daten sondern mit dem Telefonbuch in welchem die Adressen, der Aufenthaltsort der Daten notiert steht: der Blockadressierungs-Tabelle.

Laptop-Festplatte © nDevilTV / flickr

Vorherzusagen was der „nächste, logische, sequentielle Transfervorgang“ ist, ist natürlich ein bisschen Hokuspokus. Die Damen und Herren Code-Ingeneure des Controllers und seinem Write Combining müssen hier gehörig zaubern, um den Algorithmus alltagstauglich zu bringen.
Machen sie ihre Arbeit gut, bringt das Ding ganz schön viel.
Machen sie ihre Arbeit schlecht … naja.
Weiterer Haken ist noch, daß das Write Combining die Daten im LBA falsch anordnet, wenn man ihn zu oft „drüberlaufen“ lässt, und somit die gesamte SSD bremst. Auch hier gilt es, ein gutes Mittelmaß zu finden.

Die Geschwindigkeit – und Preis - einer SSD, obwohl allein aufgrund ihrer Bauart einer HDD bei weitem überlegen, hängt also von MLC und SLC ab, sondern auch von der Qualität der verwendeten Algorithmen.


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