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Gehäuse von Lian Li: das V350

Autor: Thomas
abgelegt in: Computer

Qualitativ hochwertige Aluminiumtower. An welchen Hersteller denkt man da? Lian Li.
Heute gibt es allerdings einen hübschen, kleinen Würfel in silber oder schwarz. V350: ungewohnt ist hübsch!
Lian-Li PC60 Aluminium Case © Wikipedia unter GNU

Entdeckt habe ich das kleine Schmuckstück in einem örtlichen, privaten Elektronikladen für runde 100 Euronen. In den üblichen Fachmarktketten dürfte es also etwas billiger über die Ladentheke gehen.
Damit wär das Wichtigste - der Preis - auch schon abgearbeitet.
Kommen wir zu den Fakten.

Gewohnterweise kommt das Case nicht nur mit ein paar Schrauben und Abstandshaltern, sondern mit zusätzlichen Steckschlüsseln und einem Laufwerkadapter um die 3,5″-Floppy oder Cardreader in den 5,25″-Schacht zu basteln.
Fein wäre noch ein Kreuzschlitzschraubenzieher gewesen, aber den hat der Casemodder von heute sowieso hinter’m Ohr klemmen.

Die Quintessenz:

  •     Maße: 373×297x262mm (LxBxH)
  •     Gewicht: ca. 4,55kg
  •     Formfaktor Mainboard: Micro ATX
  •     Laufwerkseinschübe: 5,25″ 2x (extern), 3,5″ 2x (intern)
  •     Gehäuselüfter: 2×120mm und 1×80mm
  •     Frontanschlüsse: 2x USB, 1xFirewire, Audio-Input und Audio-Output

Wie üblich ist das Gehäuse von Lian Li komplett aus Aluminium und so gut verarbeitet, wie man es sich nur wünschen kann.
(Im übrigen, das Würfelchen macht sich optisch auch sehr gut bei der heimischen Stereoanlage!)
Um dem Bastler in spe die Schrauberei zu vereinfachen kommt der V350 mit Mainboardschlitten daher, die den Zugriff auf die CPU quasi in Rekordzeit erlauben. Die Lüfterblende am Heck ist leicht zu entfernen und gibt einen Direktzugang zum Festplattenschacht frei.
Die Festplatten werden mit dem Schacht nicht verschraubt, sondern lediglich über kleine Gummipuffer entkoppelt gelagert. Das ist zwar bequem, verhindert jedoch die Abwärme auf das Gehäuse ziemlich effizient. Entsprechend notwendig ist der 80er Lüfter, den Lian Li gleich mit reingesetzt hat.
Dieselbe Halterung findet sich übrigens auch in den Laufwerkschächten, allerdings hat sich dort der Hersteller die Entkoppelung gespart.

Lian-Li V350 Cube-Case, schwarz

Im vorderen Teil unseres Kubus’ finden sich die 120er Lüfter in einem leicht herausnehmbaren Halter. Die nötige Frischluft wird dabei durch Schlitze an der Unterseite angesaugt.
Entgegenkommend ist der vierpolige Molex-Stecker, der einem jeden der Lüfter beiliegt. Allerdings wenig nützlich, wer ein Silent-System haben will, sollte lieber auf eine Lüftersteuerung zurückgreifen oder sie an einem 5V betreiben, ähnelt die Geräuschkulisse der Herstellerlüfter bei voller Drehzahl doch ein wenig einem Industrieszaubsauger.
(Okay, nicht ganz. Aber fast! Ehrlich!)

Exklusives Design bezahlt man natürlich auch. Wenn nicht mit dem Geldbeutel, dann mit ein paar Einbußen.
Dank der Größe reicht es nur zu einem µATX-Mainboard, was im Gegenzug dank dem Schlitten schnell und sauber vonstatten geht.
Nur wirds bei Heatpipekühlern recht eng, aufgrund der durch das Netzteil begrenzten Gesamthöhe passen viele Größere nicht mehr in das Gehäuse. CPU-Kühler in Kinderkopfgröße sollte man doch lieber im Tower lassen.

Zusammengefasst lässt sich sagen, daß das V350 von Lian Li ein sehr schönes, designstarkes und hochqualitatives Chassis ist, das aufgrund der Natur seiner Form jedoch nur begrenzt Platz bietet.
Wer also nicht mit der groben Kelle kommt, wird daran seine helle Freude haben. Und für eine Rolle als Case für einen Home Theatre PC ist es geradezu geboren.
Vollmachen, ab in die Ecke und den Anblick genießen.


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