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Pimp your Computer
 


Genial: Computer vom Handy aus starten

Autor: Thomas
abgelegt in: Computer

In meiner Bloggerkarriere hab’ ich doch schon so einiges an verrückten bis genialen Ideen gesehen. Und viele davon haben mich begeistert.
Matze gehört mit seiner Umsetzung eines via Handyanruf startbaren PCs dabei mit bis ganz an die Spitze meiner persönlichen Top Ten.

Sein Ziel war einfach. Den Heim-PC via Handy- (oder sonstigen Anrufen, nehme ich an) hochzufahren, um Zugriff zu erhalten. Ein paar vorkonfigurierte Programme in den Autostart und ähnliche Späße, und das Ganze sollte kein Problem mehr sein.
Aber wie bringt man ein eingehendes Telefonsignal dazu, den Computer dazu zu animieren, sich hochzufahren?

alte Handys © Peter Kaminski / Flickr

Die Idee war genial. Er verbaut ein Handy mit Vibrationsmotor über einen Oktokoppler mit einer Platine und nutzt die Stromimpulse des Motors, um ein Signal an das Motherboard zu senden.
Man kann mit Handys also mehr anfangen, als ihnen einen Firmware-Mod zu spendieren oder mit ihrem Display Mouse-Modding zu betreiben.

Verarbeitet wurden Platine und Handy in einem Gehäuse samt Netzstecker. Dessen Erwähnung mich dazu motiviert Matzes Warnung zu wiederholen. Ihr spielt hier mit Netzspannung herum. Ist das unsauber verlötet, hat Kontakt zum Gehäuse oder wurde generell gepfuscht, ist eventuell nicht nur die Scheiße am dampfen.
Alternativ könnt ihr natürlich auch mit der Gabel im Stromstecker ‘rumspielen.

Ein Problem von Matze war, daß das Klingeln am Handy als Powerknopf fungierte. Klingelte es also zu lange, wurde der Powerknopf quasi zu lange gedrückt und der PC fuhr sich wieder runter. Ob er nun also an oder aus war, konnte man nie mit Gewissheit sagen.

Gelöst hat er das Problem durch eine zusätzliche Schaltung. Im IC integrierten Kippstufen erlauben, die Dauer des Impulses, in dem Fall der Stromimpulse des Vibrationsmotors des angerufenen Handys, festzulegen. Also auch zu begrenzen.
Im Prinzip funktionieren die Kippstufen wie eine Art elektronischer Überlaufschutz. Der Impuls wird nur für eine festgelegte Dauer weitergeleitet und dann blockiert, bis der Impuls erlischt und eine vordefinierte Wartezeit abgelaufen ist.
Man kann also ruhig durchklingeln lassen, die Kippstufen würgen die Impulse, die “zuviel” sind, ab und fungieren auch als Sperre für die nächsten Dauer X.

Moddingbereite Platine © mnsc / Flickr

Klingt vielleicht komplexer als es ist. Schaut die bereitgelegte Anleitung an. Wirklich geniale Arbeit.

Der Clue: die Handynummer des verwendeten Handys ist gleichzeitig Passwort für diese Fremdstartmöglichkeit des PCs. Seht also zu, daß nicht jeder Kasper die Nummer kennt und fröhlich anbimmelt.
(… wobei man für diesen Fall auch einen einfachen Schalter zum an- und ausmachen integrieren kann, wie es Matze ja getan hat.)


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