Für 300 Euro schiebt Intel seinen neuen Vierkern-Prozessor über den Ladentisch. Und Hartware.de nimmt sich unter die Lupe, was lang währte und, wie es scheint, endlich gut wird.
Mit dem Core i7 920 haut Intel mit der Faust auf den Tisch. Der Multi-Core fährt bei guten Bedingungen um 50% schneller als vergleichbare Quad-Cores und lässt auch bei Single-Core-Anwendungen das Testfeld um 25% hinter sich. Spielereien wie einem gestaffeltem, integriertem Cache oder einem Turbo seien Dank.
Allerdings gehören Gamer zu einem Großteil des Klientels, das sich genau diesen Prozessor näher ansehen wird. Und genau hier schwächelt er. Während in Officeprogrammen kräftig getobt wird, enttäuscht er im Spielesektor gerade mal mit demselben Niveau als bisherige Generationen. Andererseits mag das auch was positives zum Ausdruck bringen: die Spieletechnik geht im Moment nicht höher.
Wie dem auch sei. “Gleiches Niveau” ist nicht gleich “schlecht”, sondern lediglich “hätten hier auch erwartet daß er die Sau raus läßt”. Insofern isses also okay.
Das bringt allerdings ein Problem mit. Die goldene Regel des Hardwaresektors: “Wo Leistung, da Stromrechnung”, kommt auch hier voll zum tragen. Was der Core i7 920 an Strom frisst, geht auf keine Kuhhaut. Rund 255 Watt unter reiner CPU-Last ist schon eine saftige Zahl. Vor allem, wirft man noch eine Grafikkarte dazu, endet man ganz schnell bei der Leistungsgrenze der üblichen 350 Watt Netzteile. Hier braucht es also mehr Saft unter der Haube, um dem System gerecht zu werden.
Einstecken würde ich das Spielzeug noch nicht. Verbesserte Versionen sind sicher schon in der Mache und werden wohl nicht nur für weniger Stromverbrauch als auch mehr Leistung sorgen. Obendrein hat Intel mit diesem Powerhouse AMD die Daumenschrauben angelegt, wenn die Konkurrenz mit auf den Markt kommt, wird man erfahrungsgemäß die Preise aus dem Keller holen können.
Alles in allem bleibt zu sagen, mit dem Core i7 920 und der Nehalem-Architektur hat Intel verdammt hart vorgelegt. Man darf gespannt sein, in welche Richtung das den Marktkampf lenken wird.
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