Eine mechanische Tastatur kaufen? Doch bei der Aldi Variante für nen Zwanziger bleiben? Wir helfen Euch bei der Entscheidung
Der Marketinghype 2011 in Bezug auf mechanische Tastaturen war sicherlich ungerechtfertigt. Ich meine, eine 20 Euro Tastatur tuts auch, wenn sie nur zufriedenstellendes Feedback liefert.
Mit mechanischen Tastaturen ist es aber wie mit Luxusautos oder Konsolen… sobald man sich etwas damit beschäftigt, wird es schwierig, keine haben zu wollen.
Schließlich soll es ja auch Leute geben, die 120 Euro für Turnschuhe oder 400 für eine Edelgrafikkarte ausgeben. Warum dann nicht für eine Tastatur? Das ist schließlich das Gerät, was unsere Befehle an den Rechner übergibt. Heute sehen wir uns an, was man beim Kauf eines Luxustippers so berücksichtigen sollte.
Wie jetzt, Ghostbusters? Ne, Ghosting. Das ist ein Problem, was ihr bei den eingangs erwähnten 20 Euro Tastaturen des Öfteren haben dürftet. Wenn mehrere nebeneinanderliegende Tastaturen gleichzeitig gedrückt werden und dann nicht eindeutig funktionieren, nennt man das Ghosting. [Gamer-Beispiel: Ihr bewegt euch nach links vorne um aus dem Feuer zu kommen (A+W)und wollt gleichzeitig einen Dot setzen (Q). Stattdessen lauft ihr rückwärts(S).Die drei Tasten AWQS im Block sind nicht optimal verschaltet und spinnen, wenn man sie gleichzeitig drückt]
Bei preiswerteren Tastaturen ist oft der AWSD-Block ordentlich verschaltet, der Rest aus Preisgründen jedoch nicht. Bei mechanischen Tastaturen bewegt man sich dagegen in einer Preisklasse, bei der man davon ausgehen kann, dass Anti-Ghosting auf die ganze Tastatur angewendet wurde. Schon mal ein Vorteil, wenn man Luxus tippt.
Dies ist eine Diskussion, auf die Ihr zwangsläufig stoßen werdet, wenn ihr euch mit mechanischen Tastaturen beschäftigt. Kommt davon, dass Tastatur-Enthusiasten eben auch darüber nachdenken, welcher Anschluss ihre Befehle am Effektivsten an den Rechner übermittelt. Dabei schwören die Cracks natürlich auf PS/2, weil das älter, schneller und cooler sein soll.
Kurz gesagt: Der Unterschied ist minimal. Wenn ihr eine wirklich schnelle Tastatur euer eigen nennt, könnt ihr mit dem PS/2 Anschluss nochmal ein bisschen Geschwindigkeit herausholen. Ansonsten tut es USB genauso.
Hier mal ein paar erste Anlaufstellen für eure neue Luxustastatur. Die positiv/negativ Punkte sind aus einem Test von 2011.
Ione X-Armor U9BL
negativ: relativ laut, keine funktions-/Makrotasten
positiv: präzise, taktile Tasten mit Klickpunkt, Kopfhöreranschluss,
Zowie Celeritas
negativ: sehr geringe Tastenabstände, keine Makrotasten
positiv: präzise taktile Tasten, relativ leise, keine extra Treiber benötigt
Steelseries 6Gv2
negativ: keine taktilen Tasten, keine Funktions-/Makrotasten
positiv: guter Druckpunkt, sehr gutes Anti-Ghosting, kein Abrutschen der Finger, preiswert
Razer BlackWidow Ultimate
negativ: relativ laut, empfindliche Lackoberfläche, kein PS/2
positiv: präzise taktile Tasten, stufenweise einstellbare Beleuchtung, USB x2, Kopfhörer,
Das Keyboard
negativ: bisschen lauter, Neigung der Tasten ungewohnt
positiv super taktiler Anschlag, sieht geil aus