CCC(+C) steht ja eigentlich für andere Dinge als Gehäuse, aber immerhin bleibt es innerhalb der Computerfamilie. Compucase als europäische Verkaufsniederlassung von HEC Compucase aus Taiwan präsentiert ihr neues Flaggschiff.
Flaggschiff. Das Verspricht Qualität, Leistung und … Preis. Der knapp an der 200er Marke kratzt und damit noch verhältnismäßig human ist im Vergleich zu den Preisen anderer Edelgehäuse. Verhältnismäßig human ist im Vergleich zu anderen Edelgehäusen ist allerdings auch die Austattung. Dazu aber später.
Das 98R9 spielt viel mit Mesh. Front, Top, rechte Seite … neben der gängigen Mesh-Optik ist damit auch für Luftzirkulation gesorgt. Kleiner Wehrmutstropfen: die Staubfilter sind nicht auswechselbar.
Interessant ist, daß Aluminium eher wenig eingesetzt wird, herkömmlicher Stahl macht den grössten Teil des Materials aus. Das reduziert Vibrationen vom Gehäuse und macht Haare auf der Brust. Und bringt satte zwölf Kilo auf die Waage.
Luxus. Das Zauberwort für all den dekadenten, überflüssigen Schmöker mit dem man im Laufe seines Lebens der eigenen Einrichtung einen überdurchschnittlichen Mehrwert hinzufügt. Lian-Li ist dabei nicht nur Flaggschiff, sondern in der Regel auch noch Initiator.
Wo sonst bekommt man ein Gehäuse der Luxusklasse im Design des Uber-Luxushotels des Uber-Luxusemirats Dubai? Und wer sonst offenbar ein Gehäuse, das so luxuriös ist, daß es gar nicht zu kaufen ist.
Widmen wir uns der Designstudie Lian Li’s mal genauer. Und warten ab, ob es denn mal in den Läden erscheinen möge. Für, vorausgeschätzt, rund 640 Dollar.
Wir hatten das Thema ja schon. Muss der Computer mobil werden, wird der Tragekomfort knifflig. Tastatur und Maus und diverse Kabel und eventuell sogar Boxen oder sonstiges Zeug passt eben nicht alles in den alten Karton des Towers.
Und sich den Tower unter den Arm klemmen, den Rest in verschiedenen Plastiktüten oder, intelligenter, in einen Rucksack stopfen und vor Ort dann aufzubauen ist auch für mancherlei Leut’ eine Aufgabe, die an Überforderung grenzt.
Für diese Leute hat die Wirtschaft LAN-Bags erfunden. Krasse Styles für coole Homies um ihren phatten Computah zu den anderen coolen Kindern auf die LAN-Party zu schleppen.
Abgesehn davon ist es tatsächlich ein wenig bequemer und professioneller, sich Tower samt kompletten Zubehör ohne weitere Umstände einfach auf den Rücken schnallen und in aufrechter Gangart von A nach B transportieren zu können.
Zwar ist der Typ zu dämlich, die Kamera richtig auf die Tasche zu halten, aber ihr kriegt eine ungefähre Vorstellung von der Wirkungsweise einer LAN Bag.
Die Leuts von hardware-experten.de haben sich die Tasche mal genauer angesehen. Hier eben flink die Fakten für alle Informationspuristen:
Groß, größer, meiner ist der Längste. Groß und luftig, wie’s sich gehört. Bei soviel Hochglanzglamour darf natürlich der Makel nicht fehlen, sonst ist die Quote versaut: der Temjin will die Hardware noch geschraubt sehen.
Die Hardwaremontage geht da schon bedeutend einfacher von der Hand. Herausnehmbarem Mainboardschlitten sei Dank. Was allerdings spätestens seit Lian Li eh Standard ist.
Wobei sowieso kaum etwas schiefgehen kann. Der Platz ist so freimütig bemessen, daß findige Modder wahrscheinlich ein System im System einbauen könnten und noch immer überschüssigen Platz hätten.
Für die Festplatten gibt es vormontierte Käfige, welche widerum mit vormontierten Lüftern ausgetattet sind. Welche widerum leise sind. Was will man eigentlich mehr? Ein Schienen-Stecksystem, um nicht mit Schrauben hantieren zu müssen, so wie beim Mesh-Case von CoolerMaster.
Aber man kann halt nicht alles haben…
Wobei eh keine Montageprobleme auftreten. Das Ding ist so riesig, man kommt mit der Hand bequem überall hin…
Groß, größer, meiner ist der Längste. Platz für fünf Systeme in einem Gehäuse ist nicht alles. Wo viel drin ist, entsteht auch viel Wärme. Und die will verwaltet werden. Silverstone hat da vorgesorgt.
Für ausgiebige Belüftung sorgen mehrere Meshgitter an den Seiten und hinten in Zusammenarbeit mit den vorhandenen Lüftern. Haken: bei all der Optik bleibt jeder Fingerabdruck gut sichtbar. Vor allem bei entsprechender Beleuchtung. Poliermittel und Lappen stehts bereithalten.
Schönes Detail: der Powerknopf ist ebenfalls aus Aluminium. Gutes Zeugnis für die Qualität des Gehäuses. Greifen viele andere Hersteller bei ihren Luxusprodukten bei solchen Kleinigkeiten doch gern auf Plastik zurück. Ein schönes Beispiel wäre hier AeroCools VGA-Kühler.
Die üblichen Frontanschlüsse sind übrigens hinter einer Klappe verborgen. Stören also auch nicht ins Bild.
Groß, größer, meiner ist der Längste. Manchmal kann man einfach nicht genug Platz haben im Tower, um all die Luxushardware in Übergröße zu verstauen. Hat man dann auch nicht genug Platz im Geldbeutel um all die Luxusscheine zu verstauen, kann Abhilfe geschaffen werden.
Platz für 13 Laufwerke. Den Kennern dämmert schon, was für ein Gehäuse sie erwartet. Für den Rest hier gleich mal die Fakten, damit Klarheit geschaffen wird.
Abmessungen: 220 x 560 x 565mm (B,H,T)
Seit Ichweissnichtwann wirft CoolerMaster ihre Kühler, Lüfter, Netzteile und Gehäuse auf den Markt. Bei anderthalb bis zwei Dekaden Existenz darf man also ruhig von ein wenig Erfahrung eines Unternehmens ausgehen. Mit diesem gehobenen Anspruch im Hinterkopf wollen wir uns mal das RC-590 aus dem mittleren Segment ansehn.
Wie üblich lässt sich CoolerMaster nicht lumpen und liefert seinen Centurion in einem kräftigem Karton mit starkem Styropor aus, da spart man sich auch ein Bagback.
Wie üblich wird man auch mit Schrauben, Abstandshaltern, Kabelbindern, schon vormontierten Füßen und sonstigem Unfug totgeschlagen.
Schön sind die beiden 120er Kühler. Einmal Standard, einmal blau leuchtend.
Nachdem wir jetzt ausreichend über unser Nischenprodukt hergezogen haben, wollen wir uns langsam ein wenig den harten Fakten zuwenden.
Es liegt zwar eine Anleitung bei die den Leuten, die ein Überraschungsei nicht zusammengebaut bekommen, erklärt wo was hinkommt und was die Schritte zu einem “erfolgreichen Transport” (bei Ankunft also nicht mehr Teile haben als vorher) sind, aber in den meissten Fällen ist die LAN BAG eh schon selbsterklärend.
Wer an Cooltek kennt, denkt an Kühlung. An Lüfter. Lüftersteuerungen. Alles um das Innere und Äußere des Rechners schön frostig zu halten, ganz im Sinne des Herstellernamens.
Mit der Black Box streunert er da allerdings ein wenig davon.
Naja, nicht ganz. Die Black Box soll dem Rechner ja ein kühles Zuhause schenken. Also
von daher …
Nun denn. Ein Gehäuse-Newcomer vom Kühlexperten. Und was kann es? Das übliche, und das auf hohem Niveau.
Die Lackierung ist ein Augenschmaus, sauber und gleichmäßig Aussen wie Innen(!), die Verarbeitung makellos, Ecken und Kanten sauber entgratet, geglättet oder gerundet. Hier lässt sich Cooltek also nicht abhängen.
Schon vor zwanzig Jahren hatte ich immer die Freude, meinen High Tower zum Kumpel zu schleppen. Zunächst mal alles abbauen, ins Auto kruschen, Mama oder Papa im Ohr liegen, rüberfahren, alles raus, die Treppen hoch und da wieder aufbauen.
Und sich irgendwo unterwegs an den eigenen Kabeln erhängen.
Hersteller sind natürlich nicht blöd. Der coole Gamer von heute schleppt sich da
natürlich nicht ab, sondern bringt da seine voll krasse LAN BAG angeschleppt. Da steht nicht nur ein urgeiler Markenname druff, sondern das ganze Equipment zu schleppen wird gleich fünfmal einfacher.
Revoltec steht da natürlich nicht mit der Hand in der Hose daneben, sondern nutzt den Hype um sein Sortiment mit ein paar Newcomern aufzufrischen.