Der Wahnsinn kennt eben keine Grenzen. Grafikkarten mit dem Stromverbrauch eines Breitbildplasmafernsehers, Lüfter in Kinderkopfgröße und alles natürlich trotzdem immer schneller, kleiner und besser. MSIs P45-8D fügt sich da gut ein.
Wem 4 Gig an Speicher bisher zu wenig ist oder mal seinen Server privat stellen will, wurde nun endlich erhört. Mit jeweils vier Sockeln für jeweils DDR2 und DDR3 hat man mehr als genug Möglichkeiten, das Erinnerungsvermögen des eigenen Rechners aufzustocken.
Der Clue: die Slots lassen sich kombinieren.
Wer zu faul war den ganzen Kram bisher zu lesen, kann auch direkt hierher springen!
Zufrieden mit den Benchmarks? Sehr gut.
Wer die neue nForce kennt und sich mit dem 4 MCP-Chipsatz schon bekannt gemacht hat, kann auch in etwa die Werte des A8N voraussagen. Bis auf das SLI sind die beiden Boards chipmäßig ziemlich deckungsgleich.
Das bedeutet im Klartext, daß Asus die absolute Toparbeit von nVidia genommen, eine absolute Topausstattung hinzugefügt und ein erstklassiges Motherboard erschaffen hat, das sowohl in Entwicklung als auch Verarbeitung so manchen Maßstab setzt.
Guter Gott, endlich, die Benchmarks! Lieber Himmel, endlich, endlich, die Benchmarks! Jetzt sag schon endlich, was es wirklich leisten kann!
SLI beiseite. Um es kurz zu machen: A8N-SLI ist nicht in allen Bereichen der Spitzenreiter, was auch niemand ernsthaft erwarten kann, aber es ist in allen Bereichen mit an der Spitze. Und das ist mehr, als man erwarten kann.
Die Differenzen bewegen sich bei Lastarbeiten wie Kompimierungen im Sekundenbereich und erreichen Spielen und Leistungsbenchmarks kaum die 5ergrenze..
Dazu kommt, daß Asus’ neuer Abkömmling oft genug Platz 1 einnimmt.
Besonders hart fallen die Kämpfe mit nVidias nForce Ultra 4 aus, wo sich Asus gelegentlich geschlagen geben muss, im Allgemeinen jedoch öfters die Oberhand hat.
Ein paar Beispiele:
Fachchinesisch für Vollzeitnerds, wo ist der Unterschied zwischen der SLI-Version und den Vorgängern? Was kann die SLI-Version und wann kommen endlich die verdammten Benchmarks?
Im A8N-SLI besteht der Unterschied vor allem darin, daß man 20 frei konfigurierbare
PCIe-Kanäle zur Verfügung hat. Die sind sonst schon fest vorkonfiguriert. Was nichts anderes heisst, als daß unser nForce 4 SLI gar nicht mal so dämlich mit den mit den PCI Express Kanälen umgeht und diese je nach Betriebsart zuteilt. Um diese Abläufe zu steuern, kommt eine kleine Routingplatine zum Einsatz - liegt dem A8N-SLI Deluxe Lieferumfang bei.
Ist zwar sexy, versteht aber kein Schwein. Also machen wir ein Beispiel:
Dieses Bios wird dir ein Angebot machen, das du nicht ablehnen kannst.
Layout und Design schön und gut.
Kostet’s zwo-fuffzich, kriegst du’s auch für zwo-fuffzich geliefert und ausgestattet. Nicht
immer, aber oft. Entsprechend wichtig sind Lieferumfang und Austattung, um Schrott von Zeug zu unterscheiden, das seinen Euro auch wert ist.
Viele vergessen darüberhinaus das Bios.
Bei Asus haben wir nicht nur die typischen AI-Features, wir laufen auch mit Cool’n'Quiet durch die Gegend.
Was lernen wir daraus? Noch nichts, aber: Asus bringt uns eine Phoenix Award Version.
Ignorieren wir die Standardoptionen und widmen uns gleich dem Advanced:
Schonmal 30 Zentimeter an Grafikkarte, Mod-Lüfter und dicken RAM versucht auf dem Motherboard unterzubringen und erbärmlich gescheitert? Dann kennst du den Grund, weshalb das Layout wichtig ist.
Und Design ist immer wichtig!
Die Austattung war gut, ja. Aber das Layout und Design? Da haben wir auch schon unseren ersten Haken. Zugegeben, auf den ersten Blick ist alles Sunshine Candyland, aaaaber: Asus hat ebenso darin versagt, die DIMM-Sockel ein Stück weiter vom Grafikkartenslot wegzurücken wie alle anderen Hersteller auch. Packt ihr also eine lange Karte rein, wie die aktuellen von ATI oder nVidia, nagelt ihr euch euren Speicher fest. Aus- und Einbau nur durchs Rausnehmen der Grafikkarte zu bewerkstelligen.
Deshalb hier an dieser Stelle ein herzhaftes: Buuuuuuh!
Motherboards hatten wir hier ja schon so das eine oder andere. Jetzt wird’s aber mal Zeit eines davon näher zu betrachten, und zwar nicht nur näher, sondern mikroskopisch. Und zwar eines, das Deluxe nicht nur im Namen, sondern auch drin hat.
Bei dem Testsubjekt handelt es sich um ein Neutrum aus der Familie der nForce 4 SLI.
Name: A8N-SLI Deluxe aus dem Hause Asus.
Asus kennen wir ja. In den meissten Fällen geizen die nicht beim Lieferumfang, und bei den Geldbeutelkillern mit „Deluxe“ im Namen schon gleich zweimal nicht. So natürlich auch beim A8N-SLI. Da platzt der Karton schon fast aus allen Nähten …
Motherboards gibt es wie Sand am Meer. In allen Formen, Farben, Preislagen, Ausführungen, Preisstufen, und wahrscheinlich auch in pinker Herzchenform mit türkisen Pünktchen.
Da schadet es nie, mal das eine oder andere unter die Lupe zu nehmen. Und das Neue von Foxconn ist gar nicht mal so schlecht.
Zunächst mal das Wichtigste: der Preis. Für 200 Euro kann man schon ein wenig erwarten. Und mit dieser Erwartungshaltung widmen wir uns der Mamaplatine.
Die Taiwanesen treten mit ihrem X38A die Nachfolge des i975X von Intel an.
Soweit ist die Erwartungshaltung noch nicht enttäuscht. Im Design orientieren Verpackung und Motherboard aneinander. Beides ist hell, farbig und schick. Die Box kommt in einem gutgelaunten orange daher, die Platine in rot mit bunten LegoBausteinen drauf.
Bonus: colour-coded for your convenience! Die einzelnen Slot-Typen haben jeweils dieselbe Farbe.
Soviel zum offensichtlichen. Widmen wir uns der Füllung.
Und da kann ich soweit nur sagen…super Arbeit. Der X38 wurde von den Ingeneuren einwandfrei ausgenutzt und schlägt sich wacker mit seinen Konkurrenten.
Vor allem ein paar Kleinigkeiten sind enorm Vorteilhaft. Direkt auf der Platine finden sich Power- und Resetknopf zum gehäuselosen Betrieb, und obendrein auch noch einer zum löschen der BIOS-Einstellungen. Das ist mal Technik mit Köpfchen.
Aber wen interessieren Leistung und Preis, wenn’s nicht zum übertakten taugt!
Und übertakten lässt sich das X38A ohne Murren. Bei passiver Kühlung allein kratzt man mit 485MHz schon an der Nähe zur 500er Grenze. Da steckt also einiges drin.
Erkauft man sich allerdings, wie üblich, mit einer entsprechenden Stromrechnung. Ab der 450er Grenze futtert die Platine unter Last knappe 200 Watt, im Ruhezustand immerhin noch über 100.
Zusammenfassend lässt sich also nicht viel Maulen über den jüngsten Sproß aus dem Hause. Solide Verarbeitung bei cleverem Design und guten Werten halten ein, was der Preis voraussetzt.Besonders die Flexibilität, an RAM sowohl DDR2 als auch DDR3 verbauen zu können, sorgt bei dem einen oder anderen sicher für eine kleine Sahnehaube an Freude.
Und wer auf das eine oder andere Feature verzichten kann, ist noch immer bei Motherboards mit P35 Chipsätzen gut aufgehoben. Beim X38A haben wir einen für die Enthusiasten der Overclocker- und Gamer-Branche.