Was ja eigentlich ein Skandal ist. Wenn es nicht mindestens ein Kilo wiegt, 30 Zentimeter lang ist und Strom frisst wie ein Güterzug auf einer mittleren Strecke von der Nordsee in die Alpen, bauen wir’s nicht ein. X-Spice stört das nicht.
Wichtigster Punkt: X-Spice setzt mit seinem Kira auf “teuer und geil”, also blättert weiter, ihr eurem Geldbeutel die chronische Magersucht abgewöhnen wollt. Das Ding schlägt nämlich mit ~70€ ein.
Der Vorteil hierbei ist, daß man für siebzig Euro was erwarten kann, und das auch erfüllt wird. Sonst würd ich gar nicht drüber schreiben. Von daher können wir die Verarbeitung und Materialien schnell und einfach abhaken: dem Preis angemessen.
Wär ja sonst auch noch schöner.
Dafür kriegen wir auch schon eine vorinstallierte Beleuchtung.
Wenn man an Corsair denkt, denkt man zunächst mal an RAM-Bausteine. Wer mehr mit der Materie zu tun hat, denkt vielleicht noch an High-End-Netzteile. Die hat Corsair schon vor einiger Zeit präsentiert und sich als Hersteller etabliert.
Und jetzt? Ist der Amerikaner auch hinter dem Low-End-Sektor her und geht auf Kundenfang. Mit dem Corsair CX400W Features geht’s los, die Grafikkarten mit Strom zu versorgen.
Dabei ist das CX400W nur der erste Vertreter einer ganzen Familie aus der Power-Reihe. 400 Watt Ausgangsleistung bei einer 12V Leitung die mit 30 Ampere arbeitet, dazu eine 3,3 Schiene mit 30 Ampere und eine mit 5 Volt und 20 Ampere.
Die Grafikkarte muss gross sein und viel leisten, der RAM stapelt sich Gigabyte um Gigabyte, die Festplatten reichen auf anderthalb Terrabyte, das System frisst 850 - 1000 Watt. Hauptsache schneller, höher, stärker, weiter und mehr Leistung.
Das kostet Geld.
Ein Thema, das nicht wirklich interessiert wenn man sich seine persönliche High-End-Monstermaschine gebaut und einen Geschäftsvertrag mit dem örtlichen Stromlieferanten geschlossen hat.
Nichtsdestotrotz ist es immer schön zu sehen, daß nicht ausschließlich mit der groben Kelle ausgeschenkt, sondern auch mal innovativ designed wird.
Was bringt das “ichbinleise® Power Netzteil 500/600 Watt” jetzt wirklich, wo sind die Makel an Verpackung und Lieferumfang, und warum sollte man auch nur eine müde Mark dafür ausgeben?
Braucht man natürlich nicht. Gekauft wird, was Laune macht. Trotzdem bringt das Power Netzteil Leistung für sein Geld, auch wenn es ein wenig überteuert ist.
Hauptkritikpunkt der Jungs von hardware-mods.com liegt an der schnöden Umverpackung. Ganz in weiß mit einem schlichten Aufdruck (-kleber?), der die rudimentärsten Informationen an den Mann bringt.
Ja und?
Man kennt das ja mit diesen ganzen Superluxusteilen. Geile Verarbeitung, super Qualität, Wahnsinnsleistung, und ein Preis der einen dann doch zum Preis-Leistungs-Sieger greifen lässt.
Preis-Leistungs-Sieger wird MR sicher nicht mit ihrem Netzteil. Lieferumfang und Verpackung sind auch … sagen wir, eher discounterorientiert. Aber die Qualität, die ist makellos. (Naja, fast.)
Die Jungs von hardware-mods.com haben sich das ichbinleise® Power Netzteil mal zur Brust genommen.
(Ich hasse den Namen.)
Da denkt man an nichts böses und stolpert über ein 850W Monsternetzteil. Natürlich dachte ich da sofort an die RAM für Ächte Männer letztens, für das wir jetzt auch das passende Netzteil für Ächte Männer haben.
Das Ergebnis dürft ihr nun lesen!
Der Hersteller ist NorthQ. Bekannt (oder auch nicht) für qualitativ ziemlich hochwertige Sachen und Boxen, in denen abgesehn vom Netzteil und einem Kabel nicht einmal eine tote Fliege liegt.
Benutzerhandbücher? Pah! Humbug.
Aber das soll uns nicht stören. Widmen wir uns unserem neuen Spielzeug und den nackten, männlichen Fakten.
Laut Box haben wir:
Extreme 850 Watt Real Power
12V ATX 2.2 Standard / EPS12V Standard
Full module cable system management3
4-Pin/8-Pin motherboard extension
Quad SLI 4 x PCi-Express / 2 x PCi-Express2
8 x S-ATA Connectors
80% Efficiency
Low Energy
135mm Red LED Light fan
17-58dB under normal load
Active PFC
RoHS Certified
Dual 12V bei 35A bis zu einem Maximum von 56A? Da steckt Saft drin.
Und….acht S-ATA Kabel, vier PCI und zwei PCI-E? Das Ding schleppt mehr Kabel an als meine komplette Anlage hat. Und das alles in bequemer Länge, hätten die Telekomgeräte mal auch soviel Kabel. Der halbe Meter von der Dose zum Endgerät lädt nicht wirklich zu Experimente
n ein…aber zurück zum Mammutkiller!
80% Effizienz? Meh, 86% wenn man seriösen Tests im Netz glauben darf. Und für alle, die nicht wissen daß das eine wahnsinnsaffengeile Leistung ist: der durchschnittliche Tester neigt bei solchen Ergebnissen zu spontanen Speichelattacken. Manche ejakulieren auch.
Aber nur die, bei denen die Kollegen froh sind wenn sie von Zuhause aus arbeiten…
Die unabhängige(!) Spannungsänderung arbeitet wie ein Fels in der Brandung, der Lüfter wird erst unter Volllast und praller Sonne hörbar und alle drei Main Rails bleiben unter 25mV.
…nein, im ernst. Unter 25mV.
Im ernst!
JA!
Ja, ja.. nein, kein Problem.. da, ein Taschentuch.. ich musste auch schniefen. Es ist…so wunderschön…
Also, was soll man da noch gross sagen. Die Perfomance war phantastisch, das Zubehör toll (und wäre ebenso phantastisch, wenn sie sich mal zu einem Handbuch und Stromkabel überwinden könnten, die Geizhälse), die Optik ein Traum und die 150 Euro sind ein wirklich guter Preis für diese Qualität.
Kurz und gut: der NorthQ Giant Connector ist einer der beeindruckensten 850W’ler.